Bukarest Bellas Reise

02.05. – 09.05.2026

Bericht von Mihaela 

 

Die Woche in Rumänien war für mich eine unglaublich besondere und intensive Erfahrung.

Es war ein schönes Gefühl, einmal selbst aktiv einen Beitrag leisten zu können, um die schwierige Situation der Straßentiere wenigstens ein kleines Stück zu verbessern – auch wenn es natürlich nur ein winziger Teil von dem ist, was eigentlich nötig wäre.

 

Durch die Arbeit vor Ort durfte ich nicht nur Straßenhunde und Straßenkatzen füttern, sondern mich vor allem um ehemalige herrenlose Hunde und Katzen kümmern, die im Yard aufgenommen wurden. Ihre Hütten sauber zu machen, sie zu versorgen, zu füttern und ihnen Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken, hat mir unglaublich viel bedeutet.

 

Besonders berührend war es zu sehen, wie sehr sich ihr Wohlbefinden durch Fürsorge, Ruhe und Zuwendung verändert. Wie schnell Vertrauen wachsen kann, wenn man sich einfach Zeit nimmt.

 

Die Woche war gleichzeitig auch extrem anstrengend. Wenig Schlaf, körperlich harte Arbeit und lange Tage gehörten dazu. Aber keine einzige Minute davon fühlte sich umsonst an.

Ganz im Gegenteil.

 

Jeden Abend mit dem Wissen einzuschlafen, wirklich etwas Gutes getan zu haben, machte jede Mühe wertvoll. Man kam zwar körperlich erschöpft zurück in die Wohnung, aber gleichzeitig mit einem erfüllten Herzen.

 

Die Tiere sind mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen. In so kurzer Zeit entsteht eine echte Verbindung und jedes einzelne Tier hat seine ganz eigene Persönlichkeit, seine kleinen Eigenheiten und seine besondere Art, Liebe zu zeigen.

 

Es fühlte sich fast wie eine kleine Familie an, auf die man sich jeden Tag aufs Neue freut.

Und genau deshalb fällt der Abschied am Ende viel schwerer, als man vorher denkt.

Man gewöhnt sich an ihre Blicke, an die kleinen Momente des Vertrauens, an den gemeinsamen Alltag und an dieses besondere Gefühl, zusammen etwas Sinnvolles zu tun. Erst beim Gehen merkt man richtig, wie sehr einem all das ans Herz gewachsen ist.

 

Auch die Menschen vor Ort und alle Helfer waren unglaublich herzlich. Obwohl man sich vorher teilweise kaum oder gar nicht kannte, ist man in dieser kurzen Zeit sehr zusammengewachsen. Durch die gemeinsame Arbeit, die vielen Emotionen und all die Erlebnisse entsteht ein besonderes Gemeinschaftsgefühl, das diese Woche noch wertvoller gemacht hat.

 

Es fühlt sich an, als würde man einen Ort und Lebewesen zurücklassen, zu denen man bereits eine echte Verbindung aufgebaut hat.

 

Und eines weiß ich schon jetzt ganz sicher:

Ich möchte unbedingt wiederkommen